Effizientes Lastmanagement für Ladestationen

Das Lastmanagement ist eine Regelung für Wallboxen oder Ladesäulen von Elektroautos für die Fälle, in denen ein lokales Stromnetz nicht ausreichend Ladeleistung für die angeschlossenen Ladestationen zur Verfügung stellen kann. Insbesondere in bestehenden Immobilien, z.B. Mehrfamilienhäusern sind die Hausanschluss-Leitungen häufig nicht für das Laden von Elektroautos ausgelegt. Eine Erhöhung der Leistung ist in der Regel teuer und soll vermieden werden. Hier kommt das Lastmanagement ins Spiel und erlaubt häufig die Realisierung von Ladeinfrastruktur trotz begrenzter Leistungsreserven. Insbesondere das dynamische Lastmanagement macht erstaunlich viel möglich.


Das Lastmanagement kann in unterschiedlichen Varianten realisiert werden:

Statisches Lastmanagement

Beim statischen Lastmanagement wird ein maximaler Strom ermittelt, der immer (also unter allen Bedingungen) am Anschlusspunkt des Ladeparks zur Verfügung steht, z.B. 80 A. Dieser max. Strom dient als Führungsgröße und wird vom Lastmanagementsystem nun auf die einzelnen Ladepunkte verteilt – entweder anteilig oder nach dem Prinzip “first come – first serve”.

Dynamisches Lastmanagement

Der anspruchsvollere Ansatz ist das dynamische Lastmanagement: Hierbei wird der Strom als Führungsgröße dynamisch ermittelt. Hierzu wird der Verbrauch der übrigen Verbraucher (z.B. der Maschinen in einer Werkstatt) messtechnisch ermittelt. Diese bereits belegte Leistung wird von der zur Verfügung stehenden Gesamtleistung abgezogen und so die noch freie Leistung ermittelt. Dies passiert automatisch und in kurzen Abständen.

Sequentielles Lastmanagement

Die Begrenzung des Ladestroms erfolgt durch eine Limitierung der maximal zulässigen Ladevorgänge. Wenn die Obergrenze erreicht ist, können keine weiteren Ladevorgänge starten. Erst wenn einer der bereits aktiven Ladevorgänge beendet wird, kann der nächste Ladevorgang starten. Alle Ladevorgänge erfolgen jedoch immer mit der vorgegebenen maximalen Ladeleistung.

Vernetzung ist Voraussetzung für ein effizientes Lastmanagement

Alle am Lastmanagement beteiligten Ladepunkte müssen vernetzt sein, damit alle Teilnehmer auf die Veränderungen in der Systemlast reagieren können. Am einfachsten ist das Lastmanagement zu realisieren, wenn alle Ladepunkte von einem Hersteller stammen. Dann sprechen sie die “gleiche Sprache”. Anspruchsvoller wird es wenn die Aufgabe darin besteht, Ladepunkte unterschiedlicher Hersteller zu vernetzen. In diesem Fall kann die Kommunikation durch zusätzliche Hardware (z.B. Energiemanagementsystem) oder über eine Softwarelösung im Hintergrund (Backend) erfolgen.

Hierfür arbeiten wir als Systempartner mit den Produkten von TQ Automation, dem Energy Manager EM420 und dem Lastmanagement DM100. Diese professionellen Komponenten erlauben die vollständige Steuerung auch umfangreicher Ladeinfrastruktur mit verschiedenen Gruppen sowie die Einbindung von BHKW- oder PV-Anlagen und Batteriespeichern.

Automation EM
TQ Automation Energy Manager EM 420

Wir beraten Sie als Komplettanbieter in NRW zu den Möglichkeiten eines Lastmanagements und erstellen für Sie ein geeignetes Konzept.